Erstklassige Finals bei win2day Open Tennis Staatsmeisterschaften
Die ersten Staatsmeister:innentitel sind im Burgenland indes bereits vergeben.
Auf den traditionellen Super Friday ist ein Super Saturday gefolgt: Bei perfektem Wetter und gut gefüllten Tribünen ist am Samstag ein hochkarätiger vorletzter Spieltag bei den win2day Open Tennis Staatsmeisterschaften im Sporthotel Kurz in Oberpullendorf über die Bühne gegangen. Und dieser hat den nationalen Titelkämpfen erstklassige Endspiele beschert, bei denen sich am Sonntag die großen Turnierfavorit:innen und bestgesetzten Spieler:innen gegenüberstehen werden. Bei den Damen (um nicht vor 11:00 Uhr) machen sich die zwei ÖTV-Billie-Jean-King-Cup-Asse Ekaterina Perelygina (OÖTV/1) und Arabella Koller (OÖTV/2) den Sieg aus. Im Anschluss kommt es bei den Herren zum mit Spannung erwarteten Schlager zwischen Davis-Cup-Aushängeschild Lukas Neumayer (STV/2) und Youngster Joel Schwärzler (VTV/3). Bereits zuvor wird um 9:00 Uhr das Rollstuhltennis-Herrenfinale, Nico Langmann (NÖTV/1) gegen Maximilian Taucher (VTV/2), ausgetragen. Alle Matches gibt es live auf ÖTV TV unter www.oetv.tv und auf KURIER.at zu sehen. Der ORF überträgt das Endspiel der Rollis von 9:00 bis 11:05 Uhr wieder live auf ORF SPORT+ und wechselt von 11:00 bis 14:35 Uhr auf ORF 1.
Die Favorit:innensiege setzten sich im Mittelburgenland an diesem Samstag munter fort, beginnend mit dem ersten Damenhalbfinale von Koller gegen Vorjahresfinalistin Claudia Gasparovic (KTV/5). Die Staatsmeisterin 2017 und 2024 behauptete sich überraschend deutlich mit 6:0, 6:4 und greift also nach ihrem dritten Triumph beim größten nationalen Event. Im zweiten Vorschlussrundenspiel meisterte Perelygina ihre Aufgabe namens Ava Schüller (NÖTV/3) mit 6:0, 6:3 sogar um eine Spur souveräner. Die ÖTV-Vertragsspielerin, die aktuelle Nummer 562 im WTA-Ranking, erhält hierdurch die Chance auf ihren ersten Staatsmeisterschaftspokal. Deutlich enger ging es hingegen bei den Herren zu, wo sich die Favoriten jeweils erst nach einem Satzrückstand durchkämpften. Zuerst Schwärzler, der die rot-goldenen Hoffnungen auf einen Heimerfolg von Alexander Gschiel (BTV/5) mit einem 3:6, 6:1, 6:1 torpedierte und mit anfänglich mehr Mühe als erwartet in sein erstes Staatsmeisterschaftsfinale einzog. „Ich war nervös, habe ihn ein bisschen unterschätzt, er hat in Satz eins sehr, sehr gut gespielt“, bekannte Schwärzler. Ihm folgte Neumayer, der den langjährigen ÖTV-Davis-Cup-Crack Dennis Novak (KTV/4) – trotz 0:3-Rückstand im dritten Durchgang – 5:7, 6:0, 6:4 niederrang. Die beiden ATP-Top-200-Spieler stehen sich erstmals in einem Bewerbsspiel gegenüber und sollten für einen finalen Showdown der Superlative sorgen können. Die Vorfreude darauf ist bei beiden groß. „Ich muss auf jeden Fall um einiges besser spielen“, war sich Neumayer bewusst – der sich mit seiner Leistung gegen Novak „nicht wirklich zufrieden“ zeigte. Schwärzler möchte freilich dem Titelverteidiger ein Schnippchen schlagen: „Ich will das Finale auf jeden Fall gewinnen.“
Die ersten Entscheidungen sind samstags indes schon gefallen. Bei den Damen krönten sich die ÖTV-Vertragsspielerinnen Gasparovic und Leonie Rabl (KTV/BTV/1), die wie auch Perelygina heuer zu Österreichs Nationalteam zählten, mit 6:3, 6:0 über Stella Horacek und Paulina Maier (KTV/STTV) zum dritten Mal in Folge zu Doppelstaatsmeisterinnen. Mit Rabl konnte sich damit neuerlich eine burgenländische Lokalmatadorin in die Siegesliste eintragen. Bei den Herren kam es zu einem Vorgeschmack aufs Einzelfinale: Leo Gutjahr und Schwärzler (KTV/VTV/1) bezwangen Nick Ihlenfeld und Neumayer (NÖTV/STV/2) mit 7:6 (6), 6:4. Im Rollstuhltennis-Herrendoppelbewerb gewannen Josef Riegler und Martin Hörz-Weber (NÖTV/STTV/1) ein hochspannendes Endspiel mit 0:6, 7:6 und 10:7 im Match Tiebreak gegen Jungstar Taucher und Thomas Flax (VTV/VTV/2). Seinen sechsten Quad-Staatsmeistertitel in seiner Karriere heimste zudem ÖTV-Rollstuhltennisreferent Roman Zechmeister (WTV/1) ein. In den Rolli-Einzelbewerben kamen gleichfalls die Favorit:innen den Gesamterfolgen näher. Titelverteidiger Langmann fightete Ex-Staatsmeister Josef Riegler (NÖTV/3) mit 7:5, 6:4 nieder, sein 18 Jahre junger Herausforderer Taucher wies Hörz-Weber (4) mit 6:0, 6:2 in die Schranken. Das Match des Tages ereignete sich jedoch bei den Damen: Bei ihrem ersten Gruppenspiel mühte sich die Titelverteidigerin Christina Pesendorfer (STV/1) erst nach 3:04 Stunden Spielzeit zu einem 5:7, 6:4, 6:0 gegen Lena Lichtenegger (NÖTV/3).
Das Sonntags-Programm auf dem Center Court (live auf ÖTV TV und KURIER.at, 9:00 bis 11:05 Uhr auf ORF SPORT+, 11:00 bis 14:35 Uhr auf ORF 1)
9:00 Uhr: Nico Langmann (NÖTV/1) – Maximilian Taucher (VTV/2)
Nicht vor 11:00 Uhr: Ekaterina Perelygina (OÖTV/1) – Arabella Koller (OÖTV/2)
Im Anschluss: Lukas Neumayer (STV/2) – Joel Schwärzler (VTV/3)