French Open: Match gedreht – Potapova erspielt sich Duell mit Gauff
Die hervorragende Form von Anastasia Potapova setzt sich auch bei den French Open in Paris weiter fort. Die 25-Jährige hat bei Roland-Garros 2026 zum insgesamt siebten Mal in ihrer Karriere die dritte Runde eines Grand-Slam-Turniers erreicht. Die auf 28 gereihte Wahlösterreicherin (WTA 30) war nach ihrem 6:1,-6:2-Auftaktsieg gegen die Australierin Maya Joint (WTA 52) am Montag diesmal zwar bedeutend mehr gefordert, drehte jedoch am späten Donnerstagabend ihre Zweitrundenpartie gegen die Britin Katie Boulter (WTA 71) nach Satzrückstand mit Erfolg. Nach 2:06-stündigem Kampf konnte sie sich letztlich noch sicher mit 5:7, 6:4, 6:2 behaupten. Hiermit erspielte sich Potapova ein Duell mit der zweimaligen Major-Siegerin und Titelverteidigerin Coco Gauff. Gegen den viertgesetzten US-Superstar (WTA 4) geht es für Österreichs aktuelle Nummer eins am Samstag um ihr zweites Achtelfinale auf dieser Ebene nach den French Open 2024.
Für Julia Grabher dahingegen ist das in diesem Jahr mit in Summe 61,723 Millionen Euro Preisgeld prämierte Sandplatzhighlight am Bois de Boulogne am Donnerstagnachmittag höchst unglücklich zu Ende gegangen. Die Vorarlbergerin (WTA 121) musste ihr Spiel der zweiten Runde gegen die an sechs gereihte US-Amerikanerin Amanda Anisimova (WTA 6) wegen Kreislaufproblemen aufgeben. Die 29-Jährige gab den ersten Satz geschwächt in nur 18 Minuten mit 0:6 ab, bat daraufhin um ein Medical Timeout und ließ die Ärzte ihren Puls und Blutdruck messen. Daran anschließend entschied sich Grabher dazu, frühzeitig zum Handshake zu schreiten. Ein Genuss wurde der Auftritt auf Court Suzanne-Lenglen, dem zweitgrößten Platz der Anlage, somit leider nicht. In den Einzelhauptfeldern bei den Erwachsenen bleibt Potapova nun die letzte rot-weiß-rote Hoffnung. Ursprünglich waren diesmal insgesamt sechs ÖTV-Asse bei Herren und Damen in den Main Draws gestanden – die meisten bei einem Turnier der vier Topevents seit Wimbledon 2014.
Starke ÖTV-Auftritte im Doppel
Erfreulich haben in Frankreichs Hauptstadt aus rot-weiß-roter Sicht die Doppelbewerbe begonnen, mit fast durchwegs Erfolgen. Hatte es Potapova am Dienstag zunächst noch in Runde eins erwischt, so folgten seitdem ausschließlich Siege. Am Mittwoch hatte Lilli Tagger mit Sara Errani (Italien) das US-Paar Sofia Kenin und Ashlyn Krueger mit 6:3, 6:2 hinausgekickt. Court 3 brachte dann noch ein zweites Mal Glück, als Alexander Erler und Lucas Miedler den Australian-Open-Gewinner 2023 und Wimbledon-Finalisten 2025 Rinki Hijikata (Australien) und Ryan Seggerman (USA) 7:6 (4), 7:6 (4) niederringen konnten. Am Donnerstag gab’s diesmal gleich zwei Erfolgserlebnisse auf Court 11. Zuerst durch Neil Oberleitner, der mit dem Tschechen Petr Nouza die an 13 gereihten Lokalmatadore Théo Arribagé und Albano Olivetti mit 7:6 (2), 7:6 (6) niederringen konnte – nach Abwehr eines Satzballs im Tiebreak des zweiten Durchgangs. Und schließlich gewann Miedler auch im Mixed-Doppel mit Ulrikke Eikeri (Norwegen) gegen das französische Wildcard-Duo Arthur Reymond und Tiantsoa Rakotomanga Rajaonah mit 7:5, 6:3. Am Freitag spielen lediglich Oberleitner und Tagger weiter, beide auf Court 13. Der Wiener trifft mit Nouza um nicht vor 14:30 Uhr im dritten Match nach 11:00 Uhr auf die Belgier Zizou Bergs und Raphael Collignon, die Osttirolerin anschließend mit Errani auf die siebtpositionierten Ellen Perez (Australien) und Demi Schuurs (Niederlande).